Montag, 24. Oktober 2011

1.4 million sex slaves in the world today

aus Aljazeera: english.aljazeera.net/programmes/slaverya21stcenturyevil/2011/10/20111010134454998749.html



There are an estimated 1.4 million sex slaves in the world today; most of them are women, although there are some men and many thousands of children.
"They didn't listen. They kept bringing me clients and telling me that I had a huge debt towards them. For the fact they paid for my visa, passport and tickets."

Dorina, a former sex slave from Moldova
These women do not voluntarily enter prostitution, but have been forced under the threat of violence to have sex with men who pay their 'owners'.
Sex slavery is present in every country of the world.
In some cases, categorised as 'domestic', women are sold into brothels within their own country. But international sex trafficking of women and children is on the rise.
In this episode, Al Jazeera's Rageh Omaar investigates the enslavement and trafficking of women from Moldova, the poorest country in Europe, to wealthier European countries, in particular to the red light district of Amsterdam, one of Europe's most profitable sex markets and a major international tourist attraction.

Dienstag, 18. Oktober 2011

Foodwatch-Die Hungermacher Report 2011

http://www.fr-online.de/blob/view/11025054,7603625,data,foodwatch-Report_Die_Hungermacher_Okt-2011_ger.pdf.pdf



Einen Auszug daraus:

1. Hunger durch hohe Lebensmittelpreise
Wenn Menschen 80 Prozent ihres Einkommens für Lebensmittel ausgeben müssen –
und nicht nur 10 bis 20 Prozent, wie in den reichen Industrieländern –, dann sind Preissteigerungen für Getreide, Brot und andere Grundnahrungsmittel für sie eine existenzielle Bedrohung. 2011 waren Weizen, Mais und Reis im weltweiten Durchschnitt nach Abzug der Inflation 150 Prozent teurer als im Jahr 2000. Allein 2010 wurden durch höhere Nahrungsmittelpreise 40 Millionen Menschen zusätzlich zu Hunger und absoluter Armut verdammt.
Die Spekulationen mit Lebensmitteln wie Mais, Soja und Weizen an Rohstoffbörsen stehen im dringenden Verdacht, diese Armut und den Hunger mitverursacht zu haben. Das geht uns alle an. Denn wenn wir in einen Pensionsfonds oder eine Lebensversicherung einzahlen, finanzieren wir über unsere Altersvorsorge möglicherweise auch die Spekulation auf steigende Lebensmittelpreise. Obwohl Banken und Versicherungen jeden Verdacht von sich weisen: Es gibt immer mehr stichhaltige Belege, dass die Geldanlage auf den Märkten für Rohstoffe und Lebensmittel Hunger verursacht.

2. Rohstoffhandel als Kapitalanlage
Seit Beginn des vergangenen Jahrzehnts sind die Rohstoffmärkte – von Metallen über Rohöl bis hin zu Weizen, Mais und Soja – ein bevorzugtes Ziel von Kapitalanlegern. Eine wachsende Weltbevölkerung und die weltweite wirtschaftliche Expansion würden stetige Nachfrage nach Rohstoffen schaffen und deshalb den Kauf von Rohstoffen zu einem lohnenden Geschäft machen – so lauten die Werbeversprechen der Finanzinstitute, und mit dieser Erwartung investieren die Anleger. Mittlerweile haben Pensionsfonds, Versicherungen, Stiftungen und eine große Zahl von individuellen Investoren mehr als 600 Milliarden Dollar an den Rohstoffbörsen angelegt.


3. Börsen brauchen Spekulanten
Allerdings handelt es sich bei diesen Investitionen nicht etwa um die Beteiligung an Rohstoffunternehmen oder Agrarbetrieben.
Die Anleger kaufen vielmehr die an den Rohstoffbörsen gehandelten sogenannten Futures. Dabei handelt es sich um Verträge über Rohstoffkäufe oder -verkäufe, die zu einem Termin in der Zukunft abgewickelt werden.
Traditionell dienen diese Verträge den Anbietern und Verarbeitern von Rohstoffen zur Preisabsicherung zukünftiger Geschäfte. Nur so können sie mit Produkten, die – wie Rohstoffe – starken Preisschwankungen unterliegen, sicher kalkulieren. Ein Brotfabrikant kann sich so zum Beispiel eine Weizenlieferung in sechs Monaten zu einem festen Preis reservieren, damit er für seine Brotproduktion keine Verluste fürchten muss.
Damit Käufer und Verkäufer immer genug Abnehmer und Anbieter für Geschäfte in der Zukunft finden, ist es erforderlich, dass es genügend Akteure gibt, die ausschließlich mit diesen Futures handeln und damit Geld verdienen wollen, und die mit dem eigentlichen physischen Geschäft nichts zu tun haben. Diese Rolle füllen die Spekulanten aus. Sie sind – in einer gewissen Anzahl – unverzichtbar, damit Börsen überhaupt funktionieren können.

4. und noch viel mehr...

Frankfurter Rundschau › Wirtschaft Foodwatch-Report „Hungermacher“ Ackermann

Aus der
Foodwatch kritisiert die Spekulation mit Agrarrohstoffen und fordert eine Regulierung. Die Verbraucherorganisation ist sicher, dass die Wetten auf Mais, Soja und Weizen die Preise in die Höhe treiben.
Für Foodwatch ist Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann ein „Hungermacher“. So jedenfalls ist die aktuelle Studie der Verbraucherorganisation über Spekulation mit Agrarrohstoffen überschrieben, in der Ackermann stellvertretend für die Zunft der Investmentbanker frontal angegangen wird. Als Chef eines der größten Institute und Vorsitzender des Weltbankenverbandes IIF trage Ackermann „persönlich Mitschuld daran, dass Menschen in den ärmsten Ländern Hunger leiden und daran sterben“, sagte Foodwatch-Chef Thilo Bode am Dienstag bei der Vorstellung des Reports in Berlin.
Die vom Wissenschaftsjournalisten und Buchautor Harald Schumann für Foodwatch erstellte Studie kommt zu dem Ergebnis, dass Investmenthäuser wie die Deutsche Bank und Goldman Sachs sowie die Verwalter von Versicherungen, Pensionsfonds und Stiftungen durch ihre Wetten auf Mais, Soja und Weizen die Preise treiben. „Die These der Finanzindustrie, dass Spekulation keinen Einfluss auf die Preise hat, ist nicht zu halten“, sagte Schumann.
Spekulationen mit Agrar-Rohstoffen ist lauf Foodwatch mitverantwortlich für die Hungersnöte in der Dritten Welt.
 
Sinn der Wetten, so Studienautor Schumann, sei es ursprünglich gewesen, Händler gegen Preisschwankungen abzusichern. Bei dieser „nützlichen Spekulation“ schließen zum Beispiel Agrarhändler Verträge (Futures) über Warenlieferungen zu einem festen Preis und einem festen Termin in der Zukunft ab – was der Planungssicherheit dient. Bis zur Jahrtausendwende wurde das Gros solcher Future-Verträge von Produzenten und Verarbeitern geschlossen. Doch nach dem Platzen der Dotcom-Blase entdeckten Banken die spekulativen Rohstoff-Papiere als sichere Anlage. Die Deregulierung der Finanzmärkte machte den Rohstoff-Handel auch für institutionelle Anleger lukrativ, die kein Interesse an der Preisstabilität im physischen Handel haben, sondern vor allem auf langfristige Renditen aus sind.
Das mittlerweile erreichte Ausmaß dieser „legalisierten Preistreiberei“ belegt Foodwatch mit Zahlen von der Chicagoer Börse (CBOT): Lag der Anteil der rein zu spekulativen Zwecken gehaltenen Weizen-Kontrakten an der CBOT bis 1999 bei 20 bis 30 Prozent, so sind es heute bis zu 80 Prozent. Dabei sei die Zahl der gehandelten Futures völlig unabhängig von der verfügbaren Menge der physischen Ware und überschreite diese oft um ein Vielfaches. Für Schumann ist es eindeutig belegbar, dass die Future-Preise für eine nur virtuelle Lieferung die Tarife auf den Spotmärkten beeinflussen, wo die Rohstoffe tatsächlich gehandelt werden.
„Eine Preiserhöhung um nur wenige Prozent entscheidet über Leben und Tod“, sagte Bode. Da die Menschen in den ärmsten Ländern bis zu 80 Prozent ihres Einkommens für Lebensmittel aufwenden müssten, hätten Preissteigerungen oft schnell fatale Folgen. Der Foodwatch-Chef zitierte eine Weltbank-Studie, nach der während der Hochpreisphase 2007/2008 weltweit rund 100 Millionen mehr zusätzlich an Hunger leiden mussten.
Zockerei im Rohstoff-Kasino
In einem Offenen Brief fordert Foodwatch deshalb Deutsche-Bank-Chef Ackermann auf, sich nicht länger einer effektiven staatlichen Regulierung der Spekulation mit Nahrungsmitteln zu widersetzen, sondern sie aktiv zu unterstützen. Das Frankfurter Institut selbst solle beispielhaft vorangehen und in ihren Fonds auf jeglichen Handel mit Agrarrohstoffen verzichten.
Foodwatch bezieht sich dabei auf ein Versprechen der Deutschen Bank selbst. Im Bericht des Instituts über „gesellschaftliche Verantwortung“ heißt es, das Geldhaus wolle „ökologisch und sozial möglichst verantwortlich“ handeln. Doch dieser hehre Anspruch, so der Offene Brief, stehe bislang in krassem Gegensatz zur Geschäftspolitik der Bank.
Auch an die europäischen Regierungen adressiert Foodwatch Forderungen. „Die Zockerei im Rohstoff-Kasino muss durch Spielregeln eingedämmt werden“, sagte Bode. Doch anstatt einzuschreiten, gäbe die Politik nur den „Tanzbären der Banken“. Das Verhalten von Verbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) nannte er jämmerlich. Ihre Forderungen nach Eindämmung der Spekulation habe sie, wohl nach Einflüsterungen der Agrarlobby, immer weiter abgeschwächt.
Abhilfe kann nach Ansicht von Foodwatch nur ein Ausschluss institutioneller Investoren von Rohstoffgeschäften schaffen. Die Verbraucherorganisation macht sich zudem dafür stark, Publikumsfonds für Agrar- und Energierohstoffe zu verbieten.
Die Deutsche Bank zeigte sich zumindest am Dienstag nicht einsichtig. Preissteigerungen bei Agrarrohstoffen, so das Institut, seien vor allem auf Wetterereignisse, die steigende Nachfrage aus den Schwellenländern sowie den wachsenden Bedarf an Biodiesel zurückzuführen.
Foodwatch indes will den Druck auf das Institut jetzt erhöhen. Verbraucher können sich mit einer E-Mail an der Kampagne „Hände weg vom Acker, Mann“ beteiligen.

Darwin's nightmare



Darwin’s Nightmare ist ein französisch-belgisch-österreichischer Dokumentarfilm des österreichischen Regisseurs Hubert Sauper aus dem Jahr 2004. Der vielfach preisgekrönte Film dokumentiert die ökologische und wirtschaftliche Katastrophe am ostafrikanischen Viktoriasee, die angeblich durch das Aussetzen des Nilbarsches erfolgt. Der Titel Darwins Alptraum wurde lediglich in Deutschland verwendet, in Österreich und der Schweiz lief der Film unter seinem Originaltitel Darwin’s Nightmare. Filmpremiere war am 20. Januar 2005.

Links

Alternative Playlist: http://www.youtube.com/playlist?list=PLB9754BA0BA7DC2EB


http://de.wikipedia.org/wiki/Darwin’s_Nightmare
http://www.imdb.com/title/tt0424024/

Flow - Water Privatization



Flow: For Love of Water is a 2008 documentary film directed by Irena Salina produced by Steven Starr and co-produced by Gill Holland and Yvette Tomlinson . The film features interviews with water and community activists Maude Barlow, Peter Gleick; and, scientists Ashok Gadgil, Rajendra Singh, and Vandana Shiva. The film won the Grand Jury Award at the Mumbai International Film Festival.

The film concentrates on the big business of privatization of water infrastructure which prioritizes profits over the availability of clean water for people and the environment. Major businesses depicted in the film are Nestle, The Coca-Cola Company, Suez, and the International Monetary Fund (IMF).

It competed in the Documentary Competition at the 2008 Sundance Film Festival.

Alternative Playlist: http://www.youtube.com/playlist?list=PL9472CC9C109F98B1

Montag, 17. Oktober 2011

Zeitgeist Addendum

Bei all diesen Geldkritiken möchte ich gern auf diesen sehr fundamentalen Vortrag verweisen:
http://meandthesociety.blogspot.com/2011/02/grundkurs-marktwirtschaft.html

Das Problem ist nicht das Geld, sondern die ihm zugrunde liegende Vorstellung eines abstrakten Werts. Das Geld entsteht aus der Logik der Wertverwertung aka Marktwirtschaft, genau so deren Geldschöpfung durch Privatbanken und der Kredit. Die Marktwirtschaft könnte ohne eine solche Geldschöpfung und den Kredit gar nicht exisiteren: Hörst du hier



Zeitgeist: Addendum ist ein von Peter Joseph 2008 produzierter Film, der mit den Mitteln eines Dokumentarfilms Betrachtungen des 2007 erschienenen Films Zeitgeist, Der Film desselben Regisseurs vertieft und ergänzt.[1] Der Film behandelt das amerikanische Federal Reserve System, die CIA, Regierungsformen, Religionen und die Unternehmens- und Wirtschaftssituation der Welt an Beispielen der USA. Er schlussfolgert eine diesen Institutionen innewohnende Korruption, die der Menschheit insgesamt nur schädlich sein kann und abgelöst werden sollte. Der Film beschreibt das „Venus Project“ als nicht perfekte, aber heutzutage mögliche Lösung.

Dem Regisseur Peter Joseph zufolge versucht der Film die Ursachen der überall vorhandenen, gesellschaftlichen Korruption aufzudecken und gleichzeitig eine Lösung anzubieten. In dieser Schlussfolgerung betont der Film, dass jegliche Glaubenssysteme immer ein Bedürfnis von Abhängigkeit erzeugten. Es werden konkrete Möglichkeiten dargestellt, wie das derzeitige Geldsystem geschwächt werden kann. Der Film schlägt verschiedene Ansätze vor, die zu einer „sozialen Transformation“ führen sollen; unter anderem Boykott der großen Banken, die das Federal Reserve System ausmachen, Ausblenden der Mainstream-Massenmedien, Boykott des Militärs und Ausstieg aus der Energieabhängigkeit den großen Energiekonzernen gegenüber.

Deutsch:


Englisch:

Plastic Planet



Werner Boote reist um die Welt, beobachtet und befragt Menschen bei ihrem Leben inmitten von Plastik: von Familien in ihren Einfamilienhäusern in Österreich und den USA bis hin zu solchen in einfachsten Hütten in Kolkata. Er führt Interviews mit Sprechern der Kunststoffindustrie und mit Wissenschaftlern, die über die gesundheitlichen Gefahren von Zusatzstoffen - insbesondere Weichmachern - sprechen.

Alternativer Link: http://youtu.be/DoNu8hTOBag

"Kein Heim für Plastik", wie lebt es sich ohne Plastik: http://www.keinheimfuerplastik.at/

Die Holzzahnbürste, ein Testbericht: http://biosfaire.wordpress.com/2011/08/31/kampf-dem-plastik-3testbericht-3-holzzahnburste/
kann man ua hier kaufen: Link

weitere Plastik-Doku "Plastik über alles":

Alternativer Link: http://youtu.be/TKI3h5vy8Wk