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Donnerstag, 15. September 2016

Dirty Diesel wird gefördert von Schweizer Händerln

von: https://www.dirtydiesel.ch/

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Bei Luftverschmutzung denken die meisten Leute an Neu-Delhi oder Peking. Sie auch? Zu Recht macht der Smog in asiatischen Städten immer wieder Schlagzeilen. Was dabei leicht übersehen wird: In afrikanischen Städten wie Dakar oder Lagos ist die Luftqualität noch schlechter. Hauptgrund für die ungesunde Luft sind Fahrzeugabgase.

Besonders problematisch ist der hohe Schwefelgehalt im Treibstoff. In afrikanischen Ländern werden Diesel und Benzin mit einem Schwefelgehalt verkauft, der bis zu 378-mal über dem europäischen Grenzwert liegt. Das haben Messungen von Public Eye vor Ort ergeben. Mit diesen qualitativ schlechten Treibstoffen lassen sich hohe Profite erzielen – auf Kosten der Gesundheit der Menschen und der Umwelt.

Unsere neuste Recherche zeigt, dass Schweizer Rohstoffhändler - allen voran Branchenleader Trafigura - das dreckige Geschäft mit dem giftigen Treibstoff für Afrika dominieren. Sie liefern ihn, verkaufen ihn vor Ort über eigene Tankstellen-Netzwerke und produzieren das Gemisch sogar selbst. Dabei nutzen sie die tiefen Grenzwerte in den Ländern systematisch aus und optimieren mit den giftigen Treibstoffen ihre Profitmargen. So tragen sie direkt zur Luftverschmutzung bei und sind somit mitverantwortlich für den frühzeitigen Tod tausender Menschen.

Das Handeln der Schweizer Rohstoffhändler ist aufgrund der laschen Standards zwar legal, aber es ist illegitim und verletzt die Menschenrechte. Wir finden: Das dreckige Geschäft muss aufhören!

Es ist Zeit zu handeln!

Wir setzen uns  zusammen mit verschiedenen afrikanischen Organisationen und dem UNEP (Umweltprogramm der UNO) für griffige Treibstoffstandards ein. Die Rohstoffhändler hier in der Schweiz sind die Nutzniesser dieses ungerechten Geschäftsmodells. Wir wollen sie dazu bringen, ihre soziale Verantwortung wahrzunehmen.

Deshalb drehen wir den Spiess um und schicken einen Container mit dreckiger Luft aus Ghana nach Genf, wo auch Branchenführer Trafigura seinen Sitz hat. Das Unternehmen kann dabei unter Beweis stellen, wie ernst es ihm ist  auch punkto Unternehmensverantwortung führend sein zu wollen.

Aktivistinnen und Aktivisten aus Ghana haben den Container gefüllt, gemeinsam müssen wir nun sicherstellen, dass Trafigura unsere Forderung nach sauberem Treibstoff auch hört: Unterschreiben Sie unsere Petition «Return to Sender»,  teilen Sie die Kampagne in ihrem Freundeskreis und folgen Sie uns auf Twitter unter ♯ReturnToSender! Um ein so profitables Drecksgeschäft stoppen zu können, braucht es viel öffentlichen Druck - jede Stimme zählt! Herzlichen Dank.
 
Jetzt gleich Petition unterschreiben!
Als Organisation setzt Public Eye (ehem. EvB) sich für jene Menschen ein, deren Rechte durch das Handeln von Schweizer Unternehmen verletzt werden. Danke, dass Sie sich mit uns engagieren.

Susanne Rudolf
Public Eye (bisher Erklärung von Bern)
 
 
Alle Infos und Fakten zur Kampagne
Alle Infos und Fakten zur Kampagne

Samstag, 9. März 2013

Monsanto, mit Gift und Genen



Der Dokumentarfilm erkundet das Reich des US-amerikanischen Konzerns "Monsanto Chemical Works", dem weltweiten Marktführer für Biotechnologie. Dem Engagement auf diesem Gebiet verdankt "Monsanto" auch, dass es zum umstrittensten Unternehmen des modernen Industriezeitalters wurde, stellte es doch das im Vietnamkrieg zu trauriger Berühmtheit gelangte Herbizid "Agent Orange" her. Heute sind 90 Prozent der angebauten gentechnisch veränderten Organismen "Monsanto"-Patente. Diesen Umstand halten viele für bedenklich.

Das 1901 in St. Louis im US-Staat Missouri gegründete Unternehmen "Monsanto Chemical Works" war im 20. Jahrhundert weltweit eines der größten Chemieunternehmen, bevor es zum mächtigen Agrochemiekonzern wurde. In der Vergangenheit machte "Monsanto" mehrfach von sich reden. Das Unternehmen produzierte das im Vietnamkrieg zu trauriger Berühmtheit gelangte Herbizid Agent Orange, das heute als chemischer Kampfstoff klassifiziert ist. Zur Produktpalette gehört ferner der umstrittene Süßstoff Aspartam, das Wachstumshormon rBST zur Steigerung der Milchleistung von Kühen sowie die in der Industrie häufig verwendete Substanz PCB, die in Deutschland unter dem Namen Clophen bekannt ist und seit Beginn der 80er Jahre als hochgiftig eingestuft wird.

Heute ist "Monsanto" weltweiter Marktführer auf dem Gebiet der Biotechnologie. 90 Prozent der heute derzeit angebauten gentechnisch veränderten Organismen, unter anderem Soja, Raps, Mais und Baumwolle, sind "Monsanto"-Patente. Und über kurz oder lang scheint das Unternehmen die gesamte Nahrungsmittelkette zu kontrollieren. Überall auf der Welt gibt es mittlerweile transgene Organismen von "Monsanto". Aber noch nie hat ein agro-industrielles Patent so sehr die Gemüter erhitzt. Der Dokumentarfilm fragt nach den Gründen für die Aufregung und erklärt, worum es bei gentechnisch veränderten Organismen überhaupt geht. Am Ende steht die Frage, ob "Monsanto"-Produkte Fluch oder Segen für die Menschheit sind.


Der Dokumentarfilm stützt sich auf bisher unveröffentlichte Dokumente und auf Stellungnahmen von Wissenschaftlern, Vertretern von Bürgerinitiativen, Geschädigten, Rechtsanwälten, Politikern sowie Vertretern der staatlichen Food and Drug Administration (FDA).

Die mit dem angesehenen Journalistenpreis "Albert Londres" ausgezeichnete Regisseurin Marie-Monique Robin hat drei Jahre in Nord- und Südamerika sowie in Europa und Asien recherchiert. Sie hat mit Bauern in Indien, Mexiko und Paraguay gesprochen, um die Geschichte des heute vielleicht mächtigsten Samenherstellers der Welt zu rekonstruieren. Dabei zeichnete sich hinter dem von den Werbekampagnen bedienten Image des sauberen und umweltfreundlichen Konzerns eine gnadenlos nach Marktführerschaft strebende Unternehmenspolitik ab.

http://www.arte.tv/de/monsanto/1912794.html 

Alternativer Link: http://www.youtube.com/watch?v=gDrvFiRwWP8